Löcher bei Pflegeversicherung: AOK kritisiert "hinten und vorne nicht reichende" Sparmaßnahmen
Das Sparpaket der Bundesregierung schließt nach Einschätzung der AOK die Milliardenlöcher bei der Pflegeversicherung nicht. Die Krankenkasse rechnet mit deutlich weniger Einsparvolumen als das Ministerium und fordert Nachbesserungen.
Die bisher von der schwarz-roten Koalition geplanten Sparmaßnahmen in der Pflegeversicherung reichen nach neuen Berechnungen der AOK nicht aus, um die erwarteten Löcher in Milliardenhöhe zu stopfen. Nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (Wido), die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt, bringt die geplante Umstellung der Pflegebegutachtung nur Einsparungen von jährlich zwei, statt der vom Gesundheitsministerium erwarteten vier Milliarden Euro. Das Geld fehlt damit, um das Defizit von über 15 Milliarden Euro jährlich vollständig zu decken.
"Die bisher geplanten Konsolidierungsmaßnahmen reichen hinten und vorne nicht", sagte die Vorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann. Zwar sei die vom neuen Gesundheitsminister Carsten Linnemann angekündigte Rücknahme der Kürzung von Rentenansprüchen pflegender Angehöriger zu begrüßen.
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