Internationales Recht: USA verhängen Sanktionen gegen Weltstrafgericht
Schon lange hat US-Präsident Trump den Internationalen Strafgerichtshof im Visier.
Nun verhängt er weitere Sanktionen – nur wenige Stunden nach der Verleihung des Nobelpreises an eine Ex-Richterin.
Die US-Regierung hat Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof verhängt.
Man werde Transaktionen mit dem Gericht untersagen, seine Ressourcen abschneiden und seine Handlungsfähigkeit einschränken, teilte das US-Außenministerium mit.
Zuvor hatte es bereits Sanktionen gegen einzelne Richter und Ankläger des Weltstrafgerichts mit Sitz in Den Haag gegeben.
Die Ankündigung der US-Regierung kam nur wenige Stunden, nachdem der Friedensnobelpreis an die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay verliehen worden war.
Pillay war von 2003 bis 2008 Richterin an dem Gericht.
Die Auszeichnung komme in einer Zeit, in der internationales Völkerrecht immer stärker unter Druck gerate, sagte Pillay in einer ersten Erklärung nach ihrer Auszeichnung. „Diese sich verschlechternde Entwicklung zeigt sich besonders deutlich an den Angriffen auf den Internationalen Strafgerichtshof “, so die Juristin.
Die neuen Strafmaßnahmen kommen nicht unerwartet.
Die USA hatten bereits damit gedroht.
US-Präsident Donald Trump hatte im September vor der UN-Generalversammlung die Staaten aufgerufen, das Gericht zu verlassen.
Daraufhin hatten Deutschland, die Niederlande und andere EU-Staaten dem Gericht die volle Unterstützung zugesichert.
Die EU-Kommission zeigte sich in einer ersten Reaktion besorgt über das Vorgehen der USA.
Sie kündigte an, weiter mit dem Weltstrafgericht zusammenarbeiten zu wollen, damit dieses effektiv arbeiten könne.
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