Werder-Trainer verrät - Mbangula flüchtete vor 10-Mio.-Druck
Sein 10‑Mio.-Euro-Wechsel verbaute Werder im Sommer 2025 den Zugang zu anderen Transfers. Gelohnt hat sich die Verpflichtung von Samuel Mbangula (22) nicht. Im Gegenteil: Der ebenso talentierte wie defensivschwache Belgier geht womöglich als einer der größten Fehlgriffe in die an Flops nicht armen Klub-Geschichte ein. Damit er noch irgendwie die Kurve kriegt, ist Mbangula für ein Jahr nach Italien verliehen. Zieht der FC Bologna im kommenden Sommer die Kaufoption, kassiert Werder 12,5 Mio. und wäre aus dem Schneider. Ja, wenn...
Daniel Thioune (52) verrät nun den Grund für Mbangulas am Ende recht plötzlichen Abschied: zu hohe Erwartungen. Werders Trainer: „Sam hat die Entscheidung für sich getroffen, dass er vielleicht eine Luftveränderung braucht, um nicht ständig unter diesem Brennglas zu sein und nicht ständig eine Erwartungshaltung an sich gerichtet zu bekommen.“
Nach anständiger Vorbereitung sah es so aus, als würde Mbangula in Bremen seine zweite Chance nutzen wollen. Dann lieferte er einen bodenlosen Pokal-Auftritt gegen Fünftligist Lüneburg ab, der Thioune zur Auswechslung zwang. Nach öffentlicher Kritik und der angekündigten Nachhilfestunde wollte Mbangula nur noch weg.
Thioune: „Vielleicht war sie offen und ehrlich. Ich scheue mich nicht davor, kritisch zu sein. Ich mache dem Spieler nichts vor.“ Die Deutlichkeit hat Mbangula offenbar nicht geschmeckt. Jetzt hat er bis Mai Zeit, in Bologna durchzustarten. Ansonsten steht der Offensivmann wieder bei Werder auf der Matte. Thioune: „Sam kann sein Potenzial jetzt bei Bologna entfalten. Und dann schaut man sich im nächsten Sommer wieder in die Augen, gibt sich die Hand und sagt: ‚Okay, wir greifen nochmal gemeinsam an!' Oder man verabschiedet sich. Aber jetzt machen wir kurz einmal das Buch zu.“
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