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Wissenschaft

Hochfunktionale Depressionen: Die vielen Gesichter der Depression

Spektrum.de ·
Hochfunktionale Depressionen: Die vielen Gesichter der Depression

»Wenn jetzt der Lkw ausschert und mich trifft – okay, dann wäre es zumindest vorbei.« Dieser Gedanke kam Pia Achilles jedes Mal, wenn sie morgens über die Autobahn zur Arbeit und abends wieder zurückfuhr.

Eine drastische Vorstellung, die von außen betrachtet sofort als Warnsignal erkennbar ist: So sollte sich niemand fühlen, da stimmt etwas nicht.

Pia selbst nahm das allerdings gar nicht so deutlich wahr.

Der Gedanke kam und ging – und zwischendurch funktionierte sie. »In Meetings habe ich gelacht, auf der Heimfahrt geweint.« Mehr als zwei Jahre lang lebte sie in diesen Extremen.

Ohne zu merken, dass sie an Depressionen litt und Hilfe brauchte.

Depressionen: Mit diesem Begriff verbinden wohl die meisten Menschen eine bestimmte Vorstellung.

Oft ist damit tiefe Trauer und Erschöpfung assoziiert, vielleicht auch das Bild von Personen, die nicht mehr aus dem Bett kommen und sich zu nichts aufraffen können.

Diese Auffassung einer »klassischen« Depression hatte auch Pia.

Sie kannte die Erkrankung aus nächster Nähe: Ihre Mutter hatte, seit Pia etwa 13 Jahre alt war, immer wieder stark depressive Phasen.

Schon früh beschäftigte sich Pia also intensiv mit der Erkrankung und übernahm oft die Rolle der verantwortungsvollen Pflegeperson.

Dass sie selbst später darunter litt, war ihr jedoch nicht bewusst.

Permanent an der Grenze zum Kollaps Was Pia erlebte, wird mittlerweile von manchen Fachleuten, von Betroffenen und in den sozialen Medien als »hochfunktionale Depression« bezeichnet: Betroffene gehen weiter zur Arbeit, schmeißen den Haushalt oder kümmern sich um die Familie – aber innerlich können sie keine Freude mehr empfinden, fühlen sich leer und erschöpft, eben depressiv.

Ein Leben stets an der Grenze zu einem Kollaps.

Häufig sind das Menschen, von denen niemand es erwarten würde, denn von außen wirkt alles so entspannt und leicht.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.spektrum.de — der Inhalt gehört Spektrum.de.

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