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"Arbeitgeberblockade muss enden": Verdi fordert Pflicht zur Betriebsrente

n-tv ·
"Arbeitgeberblockade muss enden": Verdi fordert Pflicht zur Betriebsrente

Um im Alter gut leben zu können, sollten Rentner mindestens 70 Prozent ihres früheren Einkommens haben. Laut Verdi-Chef Werneke kann diese Summe künftig nur mit einer gesetzlich vorgeschriebenen betrieblichen Altersvorsorge erreicht werden. Die Arbeitgeberseite sieht die Gewerkschaft als Bremser.

Vor Beginn des Sozialpartnerdialogs zur Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) spricht sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi für gesetzliche Voraussetzungen aus. Verdi-Chef Frank Werneke sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, das von der Alterssicherungskommission vorgeschlagene Ziel einer lebensstandardsichernden Gesamtversorgung im Alter von 70 Prozent nach Steuern könne nur erreicht werden, "wenn alle Beschäftigten eine betriebliche Altersversorgung erhalten".

Laut Werneke müssen dafür bestehenden Systeme der betrieblichen Altersversorgung für alle Beschäftigten und alle Betriebe geöffnet werden. Verdi sei dazu bereit. "Es braucht jedoch gleichzeitig eine gesetzliche Vorgabe für eine obligatorische betriebliche Altersversorgung mit verpflichtenden Arbeitgeberbeiträgen für ihre Beschäftigten", sagte er. Dass der Sozialpartnerdialog zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu einer Einigung der Verhandlungspartner führt, sieht Werneke skeptisch: "Wir werden unsere Argumente vortragen. Ich habe dennoch nicht die Hoffnung, dass die Arbeitgeberverbände sich im Rahmen des anstehenden Sozialpartnerdialoges darauf freiwillig mit uns verständigen werden. Am Ende ist die Bundesregierung in der Pflicht, eine obligatorische betriebliche Altersversorgung für alle Beschäftigten gesetzlich vorzugeben."

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