Plappert auch über Aktienkurse: Die neue Mercedes C-Klasse wird effizienter und intelligenter
Mercedes verpasst der C-Klasse ein dezentes Facelift und schärft dabei vor allem die inneren Werte. Außen kommt der Schwabe künftig sterniger daher. Was das alles heißt? ntv.de hat schon in der Mittelklasse gesessen und ist auf Tuchfühlung gegangen.
Wenn der Hersteller von einem neuen Modell spricht, lohnt es sich manchmal, genauer hinzusehen. Und natürlich handelt es sich bei der nun enthüllten zweiten Serie der Baureihe 206, ihres Zeichens die C-Klasse, keineswegs um ein komplett neue entwickeltes Fahrzeug. Vielmehr hat der Konzern seiner Mittelklasse Modellpflegemaßnahmen gegönnt - Mercedes-Fans verbuchen das unter "MOPF". Und diese "MOPF" fällt schon aus der Ferne auf, insbesondere beim Erblicken nun sternförmiger Tagfahrlichter. Je nach Karosserieform erstrahlen auch die Schlussleuchten in roter LED-Sternen-Optik - das T-Modell bekommt seine Portion Stern bloß vorn. Mercedes selbst nennt den neuen Auftritt "statusorientiert". Er beinhaltet auch einen jetzt beleuchteten Kühlergrill.
Innen erschließt sich das Facelift dagegen nicht sofort; hört man Mercedes zu, soll sich aber ganz schön etwas getan haben. Der Hersteller spricht im Kontext mit dem sogenannten neuen "MB.OS" von einem KI-gestützten Supercomputer. Klingt jetzt alles ein bisschen hochtrabend, aber im Kern geht es darum, der künftigen C-Klasse analog zu anderen modernen Baureihen wie CLA, GLC oder S-Klasse jetzt durch Sprechen vielfältige Informationen zu entlocken. Ob Aktienkurse oder Sehenswürdigkeiten, der Rechner plappert über verschiedenste Themenfelder, wenn man ihn bloß fragt. Wer allerdings mehr Display als früher erwartet, wird enttäuscht. Derart tief greifen die Stuttgarter dann doch nicht in das Interieur ein.
Dafür gibt es dann einen verhältnismäßig tiefen Eingriff in die bewährten Zweiliter-Vierzylinder. Der M254 Evo läuft nicht nur effizient nach dem Miller-Zyklus. Das Kraftwerk erhält on top einen elektrisch angetriebenen Zusatzverdichter (48 Volt), um das klassische Turboloch zu überbrücken. Dazu kommt ein überarbeitetes E-Modul mit gesteigerter Leistung von 20 auf 23 PS.
Und ganz traditionsgemäß hat der Hersteller die Nomenklatur mal wieder durchgemischt mit modifizierten Leistungswerten. Der C 200 hat nun 177 statt 170 PS, eine 250er Position taucht jetzt wieder auf - sie leistet 218 PS, ebenso eine traditionelle Zahl. Und der C 300 kommt nach wie vor mit 258 PS um die Ecke gefahren. Zwei Plug-in-Hybride kombinieren 218 respektive 258 Verbrenner- mit 136 Elektro-PS. Heraus kommen jetzt 326 Pferdchen beim 300 e sowie 394 statt wie früher 381 PS Systemleistung beim 400 e. Rund 20 kWh nutzbarer Energiegehalt und hundert Kilometer elektrische Reichweite in beiden Fällen gehen immer noch in Ordnung. Es bleibt außerdem nach wie vor bei 55 kW Ladeleistung mit Gleichstrom.
Fahrdynamisch drücken sich die unterschiedlichen Triebwerke in folgenden zahlen aus: Der Standard-Sprint von 0 auf 100 km/h wird im langsamsten Fall binnen 8,5 Sekunden absolviert. Der Zwofünfzig benötigt 7,3 Sekunden, während der Dreihunderter innerhalb von 6,1 Sekunden auf Landstraßentempo sprintet. Bloß der Hybrid macht es noch einmal mindestens zwei Zehntel schneller (5,9).
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