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»Star Wars«-Schöpfer George Lucas zeigt sein Museum in Los Angeles

Der Spiegel ·
»Star Wars«-Schöpfer George Lucas zeigt sein Museum in Los Angeles

George Lucas selbst erscheint zur Vorbesichtigung seines Museums in Los Angeles . Eine Überraschung, denn der legendäre »Star Wars«-Schöpfer, 82, spricht nur selten vor Publikum. Aber hier geht es um sein Lieblingsprojekt: Das »Lucas Museum of Narrative Art«, das am 22. September im Exposition Park in Los Angeles eröffnet wird.

»Mittlerweile sind es etwa 17 Jahre, in denen ich aus Städten vertrieben wurde und versucht habe, dieses Projekt zu verwirklichen«, sagte Lucas. Ursprünglich war das Museum zwei Jahre lang für Chicago geplant worden, und auch San Francisco war als möglicher Standort im Gespräch. Schließlich landete das ihm und seiner Ehefrau Mellody Hobson gegründeten Museums für die Kunst des Geschichtenerzählens in der US-Filmmetropole Los Angeles. Die Grundsteinlegung war 2018. »Deshalb ist das für uns ein großes Fest, denn es hat so lange gedauert, bis wir hier angekommen sind.«

Er sei es gewohnt, das Unmögliche zu verwirklichen, sagte der Produzent und Drehbuchautor. »Dieses Mal hätte es mich fast gebrochen.« Das Projekt, das Lucas selbst finanziert, sollte am Ende genau nach seinen Vorstellungen umgesetzt werden, für mehr als eine Milliarde US-Dollar. Lucas wolle mit dem Museum die Illustratoren feiern, die für ihre Beiträge oft zu wenig Anerkennung erhalten haben, sagte Hobson. Wenn George gefragt werde, sage er, »das Lucas Museum ist der Kunst des Volkes gewidmet«.

Es werden mehr als 40.000 Werke ausgestellt. Lucas sammelt seit mehr als fünf Jahrzehnten. Die Galerien sind aufgeteilt in Sammelbegriffe wie »Abenteuer«, »Kino«, »Architektur«, »Fotografie«, und »Science-Fiction». Darunter sind Gemälde von Frida Kahlo , Diego Rivera , Maxfield Parrish und Norman Rockwell. Es finden sich außerdem Comics (unter anderem Asterix , Tim und Struppi, Garfield und Snoopy), Manga-Zeichnungen, Filmplakate und Wandmalerei.

Dazu schlich sich Banksy laut Museumsdirektorin Tracey Bates vor wenigen Tagen ins Museum, um Werke zu hinterlassen. Unter anderem wird eine Version von Banksys »Girl With Balloon« auf einer frei stehenden Mauer ausgestellt.

George Lucas erwähnte sein weltberühmtes Franchise mit keinem Wort, trotzdem fehlt »Star Wars« in den Galerien nicht: Die Ausstellung »Star Wars in Motion« ist dem visuellen Geschichtenerzählen des Gründers gewidmet. Dort gezeigt werden mehrere Fahrzeuge aus dem Lucas-Archiv, die in den ersten sechs Star-Wars-Filmen zu sehen waren.

Doch das Museum besteht nicht nur aus Galerien: Auf insgesamt knapp 28.000 Quadratmetern gibt es zwei Kinosäle, eine Bibliothek, ein Café, Veranstaltungsräume, ein Restaurant (»Skywalker Grill«), eine Dachterrasse und einen Museumsshop. Es liegt eingebettet in einen viereinhalb Hektar großen Park, der eigens für das Museum angelegt worden ist.

1 Min Zur Merkliste hinzufügen Lucasfilm-Chefin Kennedy tritt ab: Machtwechsel im »Star Wars«-Imperium 3 Min Zur Merkliste hinzufügen 3 Min Zur Merkliste hinzufügen Neuer Star-Wars-Film »The Mandalorian and Grogu«: Das ist der Weg. Oder kann das weg? Von Lars-Olav Beier 3 Min Zur Merkliste hinzufügen 3 Min Zur Merkliste hinzufügen Der futuristische Entwurf des Museums ist von Architekt Ma Yansong.

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