Überall Probleme bei Union - Juranovic wird zum neuen Hoffnungsträger
Vom Aussortierten zum Hoffnungsträger! Seit der Entlassung von Ex-Union-Trainer Steffen Baumgart nahm die Karriere von Josip Juranovic (30) eine überraschende Wendung. Bei der Generalprobe zum Saisonstart gegen Ipswich Town (2:4) war er einer der wenigen Gewinner, denn es wurde deutlich: Noch funktioniert das System von Neu-Trainer Mauro Lustrinelli (50) nicht. Hinten ist die Abwehr löchrig, vorn treffen die Stürmer nicht.
Die Tore gegen den Premier-League-Aufsteiger erzielte mal wieder die Abwehr. Erst traf Zeno van den Bosch (23). Dann erzielt Juranovic ein Traumtor: Der Kroate brach durch die Abwehr, bekam von Rani Khedira (32) den Ball perfekt in den Lauf gespielt und lupfte ihn über den Torhüter ins Netz. Der Verteidiger scherzt: „Ich dachte, das wäre Kroos gewesen. Aber nein, das war ein wunderschöner Pass von Rani.“ Während vor allem in der Innenverteidigung die Abstimmung noch fehlt, klappt es immerhin an dieser Stelle.
Juranovic blüht auf, könnte sich zum Stammspieler entwickeln. Auch, weil Christopher Trimmel (39) wohl in seine letzte Saison geht, nicht jedes Spiel bestreiten wird. Juranovic sagt selbst: „Ich fühle mich richtig gut. Aber jeder wird um seine Startelf-Position kämpfen.“ Vorteil für Juranovic: Ihm liegt die neue Spielweise. Die Umstellung auf Viererkette bereitet ihm keine Probleme – als offenbar Einzigem in Unions Verteidigerriege. Dazu kommen scharfe Flanken, Offensivgefahr und der Torriecher, den er gegen Ipswich bewiesen hat. Damit zählt Juranovic zu den wenigen Lustrinelli-Gewinnern.
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