Nach irrem Transfer-Poker - El Mala trifft bei Kölns 2:3-Pleite in Paderborn
Paderborn – Der FC-Alltag nach dem irren Poker um Said El Mala (19) ist zurück. Und Kölns Super-Star auch: Bei der 2:3-Testpleite in Paderborn traf El Mala zwar per Elfmeter, die Niederlage konnte er aber auch nicht verhindern. Auch der zweite Test gegen den Aufsteiger am Nachmittag ging in die Hose – 3:4!
Im ersten Härtetest gegen den Liga-Rivalen gut eine Woche vor dem Pokal-Spiel in Würzburg (24. August) stand vor allem El Mala im Blickpunkt. Letzten Freitag war sein Wechsel nach Dortmund geplatzt, weil der BVB die Kölner Ablöseforderungen (mindestens 50 Mio. Euro Fixsumme) nicht erfüllen wollte.
„Ich sehe ihn jeden Tag im Training, jeden Tag in der Kabine und neben dem Platz. Da habe ich in keinster Weise den Eindruck, dass er sich davon beeindrucken lässt. Das ist alles andere als selbstverständlich. Für so einen jungen Menschen, über den so viel diskutiert wurde, hatte er heute viele Aktionen, hat den Elfmeter rausgeholt, hat Verantwortung übernommen und ihn selbst verwandelt“, sagte Sport-Boss Thomas Kessler (40) nach dem Spiel zum El-Mala-Poker gegenüber dem „Geissblog“.
Und weiter: „Ich hatte Said nie bei mir sitzen, dass er gesagt hat: ‚Es ist mein absoluter Traum, für Borussia Dortmund zu spielen.‘ Dass sich ein Spieler mit dieser Qualität in diesem Alter damit auseinander setzt, wenn er die Möglichkeit hätte, in der Champions League zu spielen, ist völlig legitim. Das wird in den nächsten Jahren der Weg des 1. FC Köln sein, dass immer wieder unsere Spieler für Begehrlichkeiten sorgen sollen. Aber ich sehe da keine Traurigkeit bei ihm.“
El Mala ließ sich in Paderborn den Wirbel der letzten Wochen nicht anmerken, versuchte viel, wirkte in einigen Aktionen aber glücklos. In der 78. Minute läuft es dann besser für ihn: Nach einem Foul am Kölner Mega-Talent gibt es Elfmeter. El Mala schnappt sich selbstbewusst den Ball und versenkt ihn zum 2:3 im Netz – schon der Endstand.
Davor hatte Ache Köln in der 25. Minute in Führung gebracht. Der FC in der ersten Hälfte zumindest noch mit einer ordentlichen Vorstellung. Danach wurde es ziemlich bitter: Mit drei Toren innerhalb einer Viertelstunde durch Meier (52.), Castaneda (63.) und Cirda (66.) zog der Aufsteiger in der zweiten Halbzeit schnell davon. Köln mit einem erschreckend schwachen Auftritt. Gut möglich deshalb, dass Trainer René Wagner (38) vor dem Pokalspiel seine Startelf noch mal überdenken muss.
Wagner hatte im ersten Spiel seine vermeintliche A-Elf aufgeboten. Allerdings mit zwei Überraschungen: Neuzugang Okon-Engstler durfte neben Krauß im defensiven Mittelfeld ran. Dort hatte man eigentlich Johannesson erwartet. Und im Offensiv-Zentrum versuchte sich Thielmann als Zehner – eigentlich eher eine Position für Waldschmidt. Beide werden aber wohl bald Mikey Moore (19/Tottenham Hotspur) Platz machen müssen. Der Engländer soll nach wie vor als Spielmacher verpflichtet werden. Allerdings hakt der Transfer derzeit.
So begann der FC in Spiel 1: Schwäbe – Castro-Montes, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah – Okon-Engstler, Krauß – Maina, Thielmann, S. El Mala – Ache
Am Nachmittag dann Teil zwei im Doppel-Test – erneut mit einem ernüchternden Ergebnis.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild Sport.