Fernández-Verkauf vom Tisch - Bayer lehnt neues Ipswich-Angebot für PaIacios ab
Leverkusen – Drei Argentinier hat Bayer 04 nach dem Transfer von Facundo Medina (27/kam aus Marseille) mit Exequiel Palacios (27) und Equi Fernández (24) im Kader. Ob das Trio zusammenbleibt, ist noch nicht geklärt. Denn Palacios könnte Leverkusen noch verlassen.
Dass der Weltmeister von 2022 und Vizeweltmeister von 2026 zu Ipswich Town wechselt, darf bezweifelt werden. Der Aufsteiger in die Premier League hat für Palacios zu Wochenbeginn zwar ein neues Angebot vorgelegt. Die zweite Offerte lag nach BILD-Informationen aber nur minimal über dem 20-Millionen-Euro-Angebot aus der vergangenen Woche und wurde von Leverkusen sofort abgelehnt.
Palacios hatte im Herbst 2025 bis 2030 verlängert. Dass er wechseln will, ist bekannt. Bayer wäre gesprächsbereit, wenn ein Interessent mindestens 35 Mio. Euro bietet.
Klar ist derweil, dass Fernández in Leverkusen bleibt. Er galt nach der abgelaufenen Saison als Verkaufskandidat. Unter Ex-Trainer Kasper Hjulmand (54) war der Sechser nur Reservist und flog sogar für ein Spiel aus dem Kader, weil er in Dortmund eine Einwechslung in der 90. Minute verweigert hatte.
Benfica Lissabon zeigte Interesse. Doch das Thema Wechsel ist vom Tisch – der Mittelfeldspieler bleibt bei der Werkself und will in seiner zweiten Saison endlich durchstarten. Im Pokal winkt ihm ein Platz in der Startelf gegen Drittligist Wehen Wiesbaden (Samstag, 13 Uhr). „Equi hat eine sehr starke Vorbereitung gespielt“, lobt Bayers Sport-Boss Simon Rolfes (44).
Fernández betonte nach dem Training am Dienstagmittag: „Ob ich ein Verkaufskandidat war? Darüber denke ich gar nicht nach. In meinem Kopf habe ich nur Bayer Leverkusen. Ich genieße es, bei der Mannschaft zu sein, und liebe es, in Deutschland zu leben. Ich will dem Team so gut wie möglich helfen. Es beginnt eine neue Saison und ich möchte mich so gut wie möglich darauf vorbereiten. Im letzten Jahr war es wirklich kompliziert für mich, da ich in der Vorbereitung noch nicht hier war.“
Für 25 Mio. Euro Ablöse wurde Fernández am Abend des 1. September 2025 kurz vor Schließung des Transferfensters vom Saudi-Klub Al-Qadsiah geholt. Einige Stunden davor musste Trainer Erik ten Hag (56) gehen, Hjulmand übernahm.
Jetzt hat Fernández ein klares Ziel: „Wir wissen, dass wir den Fans etwas schuldig sind. Leverkusen ist ein großer Klub und wir sind eine starke Mannschaft. Ich weiß, dass wir es besser können – und wir werden versuchen, in diesem Jahr besser zu sein. Hier wächst etwas zusammen. Daran hat der Trainer natürlich einen großen Anteil – er bringt Leidenschaft, Gier und Siegeswillen rein.“
Dass Leverkusen jetzt mit Medina den dritten Argentinier geholt hat, freut Fernández: „Es ist wichtig, dass du Leute aus dem eigenen Land im Klub hast. Wir sprechen viel darüber, wie wir dem Team bestmöglich helfen können.“ Hat er auch mit Palacios über dessen Wechselabsichten gesprochen? „Das geht nur Pala persönlich etwas an, darüber sprechen wir nicht“, erklärt Fernández.
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