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Bloß nicht alles wegfegen - Laub im Garten kann richtig wertvoll sein

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Bloß nicht alles wegfegen - Laub im Garten kann richtig wertvoll sein

Wer im Herbst jedes Blatt aus dem Garten räumt, nimmt dem Boden genau das weg, was ihn auf natürliche Weise verbessern kann. Falllaub wird nämlich von vielen kleinen Bodenbewohnern zersetzt und später zu Humus. Das ist die dunkle, krümelige Schicht im Boden, die Wasser speichert und die Erde lockert. Fass mir den Artikel zusammen

Statt in der Biotonne zu landen, kann Herbstlaub deshalb an vielen Stellen im Garten liegen bleiben. Pilze, Bakterien, Asseln und Regenwürmer nutzen die Blätter als Nahrung. Nach und nach entsteht daraus Humus. Er hilft sandigen Böden, Wasser und Nährstoffe besser festzuhalten. Schwere Böden werden dagegen lockerer und luftiger. Gleichzeitig schützt eine Laubschicht den Boden vor Austrocknung und starken Temperaturschwankungen, heißt es bei myHOMEBOOK .

Als Dünger eignet sich Herbstlaub allerdings kaum. Der Grund: Bäume holen viele Nährstoffe vor dem Laubfall zurück in Stamm und Wurzeln. Akuten Nährstoffmangel kann Falllaub deshalb nicht ausgleichen.

Auch die Art des Laubs spielt eine Rolle. Blätter von Linde , Hasel, Ahorn, Hainbuche, Holunder und Obstbäumen verrotten vergleichsweise schnell. Sie eignen sich gut als Mulchschicht zwischen Stauden, unter Gehölzen oder auf Gemüsebeeten. Dort schützen sie den Boden über den Winter und bremsen Unkraut. Wichtig ist, die Schicht nicht zu dick aufzutragen. Sonst kann eine nasse Decke entstehen, durch die kaum noch Luft an den Boden gelangt. Ab wann schadet eine Laubschicht dem Boden?

Eichen-, Walnuss- und Kastanienlaub braucht deutlich länger. Nach Angaben der Bayerischen Gartenakademie liegt das vor allem am höheren Verholzungsgrad der Blätter. Solches Laub passt besser unter Hecken, Sträucher und Bäume, wo es in Ruhe verrotten kann.

Von Rasenflächen, Wegen und Terrassen sollte Laub dagegen entfernt werden. Auf dem Rasen fehlen sonst Licht und Luft, außerdem begünstigt die Feuchtigkeit Krankheiten wie Schneeschimmel. Auf Wegen wird nasses Laub schnell rutschig. Überschüssiges Laub kann kompostiert oder als geschützter Haufen aus Blättern, Ästen und Reisig aufgeschichtet werden, den Igel, Insekten und andere kleine Gartenbewohner als Unterschlupf nutzen. Was sollte ich als Nächstes lesen?

Blätter mit Sternrußtau, Teerflecken oder Befall durch die Kastanien-Miniermotte sollten weder liegen bleiben noch auf den Kompost. Krankheitserreger und Schädlinge können darin überwintern. Je nach Krankheit und Kommune gehören sie in den Restmüll oder in die Biotonne.

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