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Gesundheit: Brustkrebs-Screening: Nur jede zweite Frau nutzt die Chance

Stern ·
Gesundheit: Brustkrebs-Screening: Nur jede zweite Frau nutzt die Chance

Knapp die Hälfte der eingeladenen Frauen in Hessen verzichtet auf Mammographie-Screenings – und riskiert schwerer behandelbare Tumore.

Was Mediziner raten und was die Untersuchungen wirklich bringen.

Früherkennung kann bei Brustkrebs Leben retten - deshalb appellieren Mediziner auch in diesem Oktober, Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen.

Vor allem dank des Mammographie-Screenings könnten Tumore in frühen Stadien erkannt werden, sagt Uwe Wagner, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM).

Das erhöhe die Heilungschancen und ermögliche schonendere Behandlungsmethoden.

Geringe Teilnahme bei älteren Frauen Noch immer nimmt aber pro Jahr nur gut die Hälfte der eingeladenen Frauen die regelmäßigen Untersuchungsangebote in Anspruch.

Im vergangenen Jahr erhielten neben der Gruppe der 50- bis 69-Jährigen auch Frauen im Alter von 70 bis 75 Jahren die Einladungen.

Bei ihnen lag die Teilnahmequote lediglich bei gut 38 Prozent, sagt Karin Bock, Leiterin des Referenzzentrums Mammographie Süd West am UKGM.

Als zentrale Einrichtung betreut das Zentrum das Programm in Hessen , Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Weil in dieser Altersgruppe tendenziell häufiger Karzinome entdeckt würden, wären aus ihrer Sicht höhere Teilnahmequoten wünschenswert.

Bock hebt aber auch positive Aspekte in der Statistik hervor: Frauen, die schon einmal an dem Screening-Programm teilgenommen haben, kämen zu mehr als 80 Prozent wieder.

Aufklärung soll Entscheidung ermöglichen Generell ist Informieren mit Fingerspitzengefühl statt plakativen Werbens bei dem Thema gefragt, wie Bock deutlich macht. „Wir wollen einfach entsprechend aufklären, damit die Frau ihre selbstbestimmte Entscheidung treffen kann“, sagt Bock. „Man soll sich auch wirklich bewusst dagegen entscheiden können.“ Es gebe auch Frauen, die sicher seien, dass sie auch bei einer Brustkrebsdiagnose keine Konsequenz aus dem Ergebnis ziehen würden. „In solchen Fällen würde ich auch sagen: „Nehmen Sie dann bitte nicht teil, weil dann haben Sie nur eine Erkenntnis, die Sie möglicherweise psychisch belastet und gar keine Hilfe für Sie ist"“, sagt Bock.

Wichtig sei aber, gut über Diagnostik und Behandlungsoptionen informiert zu sein, erklärt die Ärztin.

So sei ein Großteil der im Screening entdeckten Karzinome maximal zwei Zentimeter groß - und entspreche damit noch dem niedrigsten Stadium 1 mit guten Heilungschancen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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