Legat ledert gegen Kanzler - „Will keine Namen nennen, aber Merz versteht’s nicht“
Mallorca (Spanien) – Thorsten Legat (57) ist für Klartext bekannt. Jetzt keilt der frühere Bundesliga-Profi und Dschungelcamp-Star heftig gegen CDU-Bundeskanzler Friedrich Merz (70) aus. Außerdem attackiert Legat die Politik in Deutschland scharf und sorgt sich vor der AfD.
Der Ex-Fußballer, der inzwischen auf Mallorca lebt, sagt in einem Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Ich will keine Namen nennen, aber der Bundeskanzler versteht es nicht, dieses Land zu regieren.“ Merz habe viel angekündigt, aber zu wenig geliefert. Für Legat steht fest: „Am ersten Tag hat er davon gesprochen, was er alles verändern will, und es passiert nichts.“ Merz sei die „Marionette Deutschlands“, Legat wird emotional: „Da schäme ich mich, Deutscher zu sein.“
Besonders sauer stößt ihm die Debatte um die Arbeitsmoral der Deutschen auf. Legat: „Wenn ein Kanzler sagt, dass wir faul seien. Das ist völlig an der Realität vorbei. Oder wenn er öffentlich sagt, dass seine Kinder durch Investments abgesichert sind. Ich kenne Menschen mit Kindern, die drei Arbeitsstellen haben, um sich finanziell irgendwie über Wasser zu halten.“ Auch die Steuern hält Legat in Deutschland für zu hoch, Merz selbst würde sich auf seine „Millionen“ ausruhen.
Der frühere Nationalspieler sieht darin einen Grund für die wachsende Unzufriedenheit vieler Bürger. Die Regierung müsse sich stärker damit beschäftigen, wie es den Menschen tatsächlich gehe. „Vielleicht sollte sich die Regierung mal fragen, was wir Bürger empfinden“, fordert er.
Legat blickt mit Sorge auf die politische Entwicklung in Deutschland. „Eigentlich interessiert es mich nicht mehr, aber wenn die AfD an die Macht kommt, will ich nicht wissen, was dann passiert. Da bekomme ich Angst.“
Legat lebt mittlerweile auf Mallorca und arbeitet dort am Fußball-Projekt „FC Germania Mallorca“. Ganz loslassen kann er Deutschland offenbar nicht. Denn wenn es um die Politik in seiner alten Heimat geht, findet der ehemalige Bundesliga-Profi noch immer klare Worte. Auch beim deutschen Fußball vermisst er die Tugenden früherer Generationen: „Vielleicht sind wir auch alle zu weich geworden.“
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