Traumtor in Newcastle weckt Hoffnungen - So wird Boniface wieder zu „Big Boni“
Newcastle – Dieses Lachen. Diese strahlenden Augen. Der Moment nach dem Abpfiff des Testspiels in Newcastle: Glücklich stand Victor Boniface (25) auf dem Rasen. Er hatte Leverkusen mit einem Traumtor zum 2:1-Sieg geschossen. Dafür gab es fairen Beifall der 39.059 Fans.
Boniface kam in der 80. Minute auf den Platz – nicht als Sturmspitze, sondern als Zehner. Elegant tanzte er Newcastles Abwehr aus und schob den Ball mit rechts unten ins Netz. Wie in Leverkusens Double-Saison 2023/24.
Sport-Boss Simon Rolfes (44) meint zu BILD: „Das Tor macht er super. Es freut uns sehr für Boni, dass ihm das vor so einer Kulisse gelungen ist. Wenn der Gegner so blockt und dann diese Bewegung nach innen macht, das ist Qualität. Und wenn der Gegner nicht blockt, knallt er den Ball mit einer unglaublichen Geschwindigkeit aufs Tor. Dass er solche Aktionen wieder draufhat, ist eine gute Entwicklung.“
So kann Boniface nach seiner langen Leidenszeit mit vielen Verletzungen und Gewichtsproblemen wieder zu „Big Boni“ werden. Es wäre eine der schönsten Comeback-Geschichten in der Bundesliga der letzten Jahre. Die Frage bleibt: Hält Leverkusen den Torjäger als Joker im Kader – oder findet sich ein Verein, der Boniface holt? Sein Vertrag läuft laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ bis 2029 – ein Jahr länger als bislang angenommen.
Der Nigerianer kämpft jedenfalls um seine Chance und um seine Fitness. Nach der frustrierenden Leihsaison in Bremen stieg Boniface vier Wochen vor dem offiziellen Trainingsstart wieder ins Training ein. Das im Januar 2026 operierte Knie hält. Er konnte alle Trainingseinheiten mitmachen – ein großer Fortschritt für ihn.
In den letzten Testspielen kam er meistens zum Schluss rein, spielte 10 oder 15 Minuten – mehr ist bei der Intensität der Spiele noch nicht drin. „Aber auch in diesen Minuten kann er uns helfen, Spiele zu gewinnen“, meint Bayer-Trainer Carles Martínez (42).
Der Spanier ergänzt: „Wir alle wissen, wie sehr Boni in der letzten Zeit gelitten hat. Er muss Schritt für Schritt weitermachen. Das Wichtigste ist, dass er trainiert und das normale Leben bewältigen kann. Er weiß es und wir wissen, dass es natürlich auch jetzt noch viel um körperliche Dinge geht – aber Talent ist eben Talent.“
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