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Früher Hotel, heute Ruine - Beliebter Lost Place am Gardasee wird abgerissen

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Früher Hotel, heute Ruine - Beliebter Lost Place am Gardasee wird abgerissen

Was einst ein Hotel mit spektakulärem Blick auf den Gardasee war, ist heute eine verfallene Ruine. Die „Casa della Trota“, auch als Hotel Ponale oder Forellenhaus bekannt, gilt als beliebte Lost-Place-Attraktion. Nun soll das Gebäude teilweise abgerissen werden, um neue Infrastrukturprojekte zu ermöglichen.

Die Casa della Trota verdankt ihre Bekanntheit vor allem ihrer außergewöhnlichen Lage. Das ehemalige Hotel wurde direkt an eine Felswand gebaut und lag an der Mündung des Flusses Ponale in den Gardasee . Die kleine Herberge verfügte über nur 18 Zimmer und wurde vor allem als Restaurant genutzt. Ihren Namen erhielt sie durch ein Forellengericht mit selbst geangelten Fischen.

Erreichbar war die Anlage sowohl per Boot als auch mit dem Auto durch einen oberhalb verlaufenden Tunnel.

Hohe Instandhaltungskosten, insbesondere für den Schutz vor Steinschlägen, sowie die schwierige Verkehrsanbindung führten schließlich zur Schließung. Seit mehr als 25 Jahren steht das Gebäude leer.

Heute zeugen Graffiti und Verfall vom Zustand der Ruine. Obwohl das Betreten verboten ist, kursieren in sozialen Medien immer wieder Aufnahmen von Menschen, die das Gelände betreten oder sogar von den Balkonen springen.

Im Juli 2026 gab die Provinz Trient bekannt, das Gelände für 2,3 Millionen Euro erworben zu haben. Geplant ist, marode Gebäudeteile abzureißen und nur historisch wertvolle Elemente zu erhalten.

Davon soll vor allem die beliebte Wanderroute „ Strada del Ponale “ profitieren. Durch die Freilegung der Klippe kann der Weg künftig besser mit dem Seeufer verbunden werden. Zusätzlich ist ein kleiner Zugang zum Wasser vorgesehen.

Auch der Radweg „ Ciclovia del Garda “ soll von dem Abriss profitieren. Ohne die Ruine wird ein ursprünglich geplanter Tunnel überflüssig. Stattdessen kann auf der frei werdenden Fläche ein rund 300 Meter langer Abschnitt des Radwegs entstehen. Das spart Kosten und unterstützt das Projekt eines insgesamt 165 Kilometer langen Radwegs rund um den Gardasee.

Nach Angaben der Provinz soll die Maßnahme dazu beitragen, die Umwelt- und Landschaftsqualität des Gebiets aufzuwerten. Die Bauarbeiten sollen im Oktober 2027 beginnen.

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