Unwetter-Tragödie in Süddeutschland - Mächtiger Ast erschlägt Kind in Trauerwald
Klettgau (Baden-Württemberg) – Eine Gewitterfront zog von der Schweiz nach Deutschland. Sturmböen peitschten über Felder und Wälder, Starkregen prasselte vom Himmel. Ausgerechnet in diesem Moment hielt sich eine Familie in einem Trauerwald auf.
Dann geschah das Unfassbare: Ein mächtiger Ast einer Eiche brach ab, stürzte aus rund 15 Metern Höhe zu Boden und traf die Familie. Ein Kind starb.
Die Unwetter -Tragödie ereignete sich bereits am Freitagvormittag im Ruhewald Klettgau bei Waldshut-Tiengen ( Baden-Württemberg ). Gegenüber BILD bestätigt Erster Staatsanwalt Dr. Tobias Haselwander, dass „durch einen herabfallenden Ast ein Kind zu Tode gekommen und eine erwachsene Person schwer verletzt worden ist“.
Besonders bedrückend: Der Ast brach ausgerechnet von einem der 138 Trauerbäume des Friedwaldes ab. An mächtigen Eichen ruhen die Aschen Verstorbener, kleine Gedenkplaketten an den Stämmen erinnern an ihre Namen. Ob die Familie dort gerade eines Angehörigen gedachte, als das Unwetter hereinbrach, ist bislang unklar.
Nach Angaben eines Mitarbeiters der Gemeinde soll es sich bei dem Schwerverletzten um den Vater des Kindes handeln. Ob das getötete Kind ein Junge oder ein Mädchen ist, teilt die Staatsanwaltschaft aus „Gründen des Persönlichkeitsschutzes“ nicht mit. Auch das Alter des Kindes . Am Sonntag legten Beamte der Polizei am abgesperrten Unglücksort Blumen, Grablichter und ein Kondolenzschreiben nieder.
Der Ruhewald blieb bis Dienstagmittag für Besucher gesperrt. Anschließend rückten Waldarbeiter an. Sie zersägten den circa sieben Meter langen Ast, der den Tod des Kindes verursacht hatte, und transportierten ihn ab. Die Staatsanwaltschaft sieht derzeit keinen Anlass für Ermittlungen zu dem Unfall.
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