Chile: Ein rotes Jäckchen soll Pinguine vor dem Aussterben schützen
Was ist klein, flauschig und trägt rot? Ein Humboldt-Pinguin auf der Krankenstation.
Was klingt wie ein Treppenwitz, könnte eine Spezies retten.
Es sieht aus wie ein schicker Pullunder – und soll einer ganzen Art das Überleben sichern: Wissenschaftler aus Chile haben einen Schutzanzug für kleine Pinguine entwickelt, damit sie nach Verletzungen schneller genesen.
In der Natur verfangen sich Pinguine häufig in Fischernetzen und verletzen sich dabei.
Sind die Pinguine danach auf Tauchgang im Meer, entzünden sich die Wunden noch schneller.
Viele der heimischen Humboldt-Pinguine müssen deshalb behandelt und operiert werden.
Das passiert unter anderem im gemeinnützigen Humboldt Conservation Center, wo die Schutzanzüge entwickelt und getestet wurden, in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität des Nordens und dem Textilinnovationsunternehmen Kimba Vet.
Rot steht den Pinguinen gut – und kleine Partikel helfen bei der Heilung Das Besondere an dem Anzug: Der rote Stoff enthält mikroskopisch kleine Kupfer - und Zinkpartikel.
Sie sind direkt in die Fasern eingewebt.
Das Zink unterstützt die schnellere Wundheilung.
Zink und Kupfer in Kombination dämmen wiederum die Vermehrung von Bakterien, Pilzen und Milben ein, erklärte Estefanía Guidotti der Nachrichtenagentur Reuters .
Guidotti ist Marketingleiterin bei Kimba.
Die Anzüge sind auf kleine Pinguinarten ausgelegt, insbesondere auf Humboldt- und Magellan-Pinguine.
An fünf der Humboldt-Pinguine wurden die Anzüge im Naturschutzzentrum in Coquimbo getestet.
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