Brutaler Mord an Amy Lopez: Späte Beichte: Angeklagter gesteht Mord nach fast 32 Jahren
Eine Schlange vor dem Landgericht Koblenz, ein Angeklagter mit Rollator – und ein Verbrechen im Jahr 1994.
Was über den Tod einer US-Touristin bekannt wird und was der Angeklagte im Gericht einräumt.
Er soll vor rund drei Jahrzehnten die US-amerikanische Touristin Amy Lopez in Koblenz sexuell missbraucht und ermordet haben.
Vor dem Landgericht Koblenz hat der Prozess gegen einen 81 Jahre alten Angeklagten begonnen.
Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann zur Last, „zur Befriedigung des Geschlechtstriebs heimtückisch und sonst aus niedrigen Beweggründen einen Menschen getötet zu haben“.
Zum Prozessauftakt erschien der Angeklagte mit Rollator im dunkelgrauen T-Shirt.
Sein Gesicht verdeckte er nicht.
Zittrig setzte er sich auf die Anklagebank.
Aufmerksam, mit leicht geöffnetem Mund und mit Blick in Richtung des vortragenden Staatsanwalts Julian Gislai verfolgte er die Anklageverlesung.
Verteidiger Volker Klein erklärte, dass der Angeklagte die Tat vollumfänglich einräumt.
Im Anschluss nickte der 81-Jährige und antwortete mit „ja“, als der Vorsitzende Richter Rupert Stehlin fragte, ob dies der Wahrheit entspreche.
Vor dem Gericht hatte sich bereits mehr als eine Stunde vor Prozessbeginn eine Schlange gebildet – viele Menschen wollten den Auftakt beobachten.
Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt.
Nicht zuletzt daran zeigt sich, wie sehr der Fall die Region und die Menschen beschäftigt hat.
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