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„Wenn ich das Gefühl habe, dass ...“ - Was man sich bei Klopp nicht erlauben darf

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„Wenn ich das Gefühl habe, dass ...“ - Was man sich bei Klopp nicht erlauben darf

Neue Einblicke in die Gedankenwelt des Bundestrainers! Jürgen Klopp (59) verrät in einem Interview der „Sports Illustrated“, wann er ungemütlich wird. „Mit einer Mannschaft kann ich auch mal lauter werden. Nicht besonders häufig, aber wenn ich das Gefühl habe, dass jemand die Dinge nebenher so laufen lässt, dann schraube ich schon mal die Drehzahl hoch. “ Klare Ansage an jeden DFB-Star! Klopp spricht auch darüber, was ihm an der Seitenlinie schwerfällt und welche Bedeutung der Fußball für die Gesellschaft haben kann – und welche nicht.

Die Bundesliga -Fans erinnern sich, wie der „Pöhler“ beim BVB oftmals an der Seitenlinie tigerte . Klopp erklärt seine impulsive Art: „Es fällt mir bis heute schwer, das Gefühl der Ungerechtigkeit hinzunehmen. Da helfen auch keine Argumente wie: ‚Das passiert den anderen auch’ oder ‚Das gleicht sich irgendwann wieder aus’ Ich bin ein emotionaler Mensch. Wenn mir etwas wichtig ist, dann investiere ich alles, und man sieht das. Ich habe einen Gesichtsausdruck, der nicht vergnügungssteuerpflichtig ist. Darauf habe ich offenbar wenig Einfluss.“

Als neuer Bundestrainer hängen die Hoffnungen von Fußball-Deutschland am ehemaligen Liverpool -Coach. Klopp berichtet davon, dass der Fußball in seinen vorherigen Trainerstationen ( Mainz , Dortmund, Liverpool) die Situation in den Städten positiv veränderte. Nun hoffen viele, dass Klopp Ähnliches mit einem ganzen Land schafft. Doch Klopp ist sich der Grenzen des Fußballs bewusst: „Fußball kann die gesellschaftliche Atmosphäre beeinflussen. Dieser Verantwortung sollte man sich bewusst sein. Das ist die Rolle, und darüber hinaus gibt es keine gesellschaftlich relevante Funktion. Es ist ja nicht so, dass durch einen Titel das Bruttoinlandsprodukt steigt oder man mehr Autos verkauft.“

Deutschland wartet seit dem WM -Triumph 2014 auf ein großes Finale. Klopp soll die DFB-Elf genau da wieder hinbringen. Er erlebte schon einige Endspiele, doch ausgerechnet vor seinem größten internationalen Triumph war der sonst so optimistische Klopp weniger zuversichtlich. Vor dem Champions-League-Finale 2019 mit Liverpool gegen Tottenham (2:0) hatte er bereits zwei Königsklassen-Endspiele verloren.

Klopp: „Vor diesem dritten Finale, das wir anschließend gewannen, hatte ich Respekt vor der Situation. An so einem Finaltag bist du am Nachmittag drei, vier Stunden auf deinem Zimmer und deinen eigenen Gedanken ausgeliefert. An diesem Tag habe ich zwei Stunden tief und fest geschlafen. Als ich aufgewacht bin, dachte ich: ‚Du lieber Himmel, wo war ich denn gerade?’“ Doch je näher der Anpfiff rückte, desto mehr kam der Optimismus bei Klopp zurück.

Allgemein setze er sich erst dann mit negativen Szenarien auseinander, wenn diese eintreten. Er sagt jedoch auch: „Aber ich bin kein Idiot, der sagt: ‚Wird schon.‘ Wenn man Dinge beeinflussen kann, dann muss man sie so beeinflussen, dass man davon ausgehen kann, dass sie funktionieren.“

Dass der Neu-Bundestrainer nicht sofort alle Probleme des deutschen Fußballs lösen kann, ist offensichtlich. Es braucht Geduld. Klopp ganz klar: „Man gibt heute niemandem mehr Zeit – außer sich selbst. Für die eigene Entwicklung nimmt jeder Zeit in Anspruch.

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